Eine Klassenlotterie ist eine Lotterie, deren Spielzeitraum in sog. Klassen unterteilt ist. Eingeführt wurde das Klassensystem bereits 1721. Gegen Ende des 19. Jhdt. gab es im damaligen Reichsgebiet insgesamt sieben konkurrierende Klassenlotterien. Sämtliche Lotteriegesellschaften wurden 1938 von den Nationalsozialisten zur Deutschen Reichslotterie zusammengefasst und somit gleichgeschaltet. 1947 entstanden die Nordwestdeutsche Klassenlotterie (NKL) und die Süddeutsche Klassenlotterie (SKL), die beide unter staatlicher Aufsicht stehen.
Die NKL ist die Staatslotterie der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Sie ist ein gemeinschaftlicher Eigenbetrieb öffentlichen Rechts der genannten Länder und hat ihren Sitz in Hamburg. Die erste Ziehung fand am 28. April 1948 statt.
Die SKL umfasst die Bundesländer Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen und hat ihren Sitz in München. Die erste Ziehung fand am 10. September 1947 statt.
Beide Klassenlotterien haben gemein, dass trotz der Aufteilung nach Bundesland wohnortunabhängig gespielt werden kann. Sämtliche Gewinne sind in einem Gewinnplan festgelegt. Der Geldgewinn errechnet sich wie folgt: Einsatz * Quote = Geldgewinn.