Aktuelle Pressemitteilungen

Glücksspielstaatsvertrag: 10 Jahre Desaster – Staatsversagen mit Ansage

Politisches Handeln ist dringend notwendig: Bundesländer verlieren seit 2008 allein bei Lotterien bis zu 36 Milliarden Euro. Auch 2017 Rückgang der Lottoumsätze

Hamburg, Februar 2018 – Anfang 2008 haben die Länder mit dem ersten Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) ein beispielloses juristisches und wirtschaftliches Desaster ausgelöst. 10 Jahre später sind die Folgen mehr als dramatisch.

Um das staatliche Lotteriemonopol juristisch zu schützen, erfanden die Länder damals die „Lotto-Sucht“, die wissenschaftlich erwiesenermaßen nicht existiert. Infolge dieser umstrittenen Monopolbegründung mussten Werbung und Vertrieb der staatlichen Lottogesellschaften, der Klassen- und Soziallotterien stark eingeschränkt werden. Die Umsätze brachen drastisch ein. Weiterlesen …

Europäische Kommission hält ihre rechtliche Kritik an der deutschen Glücksspielregulierung aufrecht

Lottoverband mahnt große Reform des Glücksspielstaatsvertrages an

Hamburg, 07.12.2017 – Die von der Europäischen Kommission bekannt gegebene Einstellung aller anhängigen Vertragsverletzungsverfahren im Glücksspielsektor in Europa ist kein Freibrief für die fortdauernden Verstöße gegen geltendes Europarecht infolge des aktuellen deutschen Glücksspielstaatsvertrages (GlüStV). Ausdrücklich hat die Kommission darauf hingewiesen, dass allein politische Gründe sowie Überlastung zu der Entscheidung geführt haben, Verstöße mehrerer Mitgliedstaaten gegen Vorschriften des EU-Binnenmarktes im Glückspielsektor in der laufenden Amtszeit nicht weiter zu verfolgen. Die rechtliche Kritik bleibe davon unberührt. Die Bewertung der EU-Rechtskonformität der nationalen Glücksspielregulierungen liege daher weiter in erster Linie bei den nationalen Gerichten und letztinstanzlich beim Europäischen Gerichtshof (EuGH). Weiterlesen …

Schleswig-Holstein wird Glücksspielstaatsvertrag kündigen – Chance für umfassende Reform der deutschen Glücksspielregulierung / Deutscher Lottoverband fordert Änderungen auch im Lotteriebereich

Hamburg, 26.06.2017 – Nach dem positiven Ergebnis des Mitgliedervotums der Grünen steht fest: Die neue schleswig-holsteinische Regierungskoalition wird den 2. Glücksspieländerungsstaatsvertrag (GlüÄndStV) nicht ratifizieren und den bestehenden 1. GlüÄndStV kündigen. Das haben CDU, FDP und Die Grünen in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben. Darin heißt es: „Schleswig-Holstein wird … mit anderen Ländern nach einer tragfähigen, europarechtskonformen Lösung für den gesamten Bereich … suchen, die sich an den Regelungen des bis 2013 gültigen Glücksspielgesetzes Schleswig-Holstein orientiert.“

Der Deutsche Lottoverband (DLV) begrüßt diese Absicht und fordert in dem Zusammenhang erneut, im Zuge einer umfassenden Reform der Glücksspielregulierung – wie im Glücksspielgesetz Schleswig-Holsteins – auch die völlig überzogenen Werbe- und Vertriebsbeschränkungen im Lotteriebereich aufzuheben.

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Studie: Regulierung des Glücksspielmarktes am Ziel vorbei

Hamburg, 30.05.2017 – In einer gestern in Berlin vorgestellten Studie appellieren gleich drei namhafte Wissenschaftler, die aktuelle Glücksspielregulierung in Deutschland dringend und umfassend zu reformieren. Der renommierte Wettbewerbsökonom Prof. Dr. Justus Haucap, der Sportrechtswissenschaftler Prof. Dr. Martin Nolte und der Suchtforscher Prof. Dr. Heino Stöver kommen nach gemein-schaftlicher Evaluierung des geltenden Glücksspielstaatsvertrages (GlüStV) zu dem Schluss, dass das aktuelle Regelwerk nicht geeignet ist, einen wirksamen Spieler- und Verbraucherschutz sowie eine effektive Suchtbekämpfung zu erreichen. Auch von den Länderchefs geplanten Änderungen würden diesen Umstand nicht verbessern.

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Deutscher Lottoverband fordert Innovationen im Lotteriebereich – „Der Breitensport wäre der größte Gewinner.“

Hamburg, 23.03.2017 – Anlässlich der aktuellen Diskussion um sog. „Zweitlotterien“ betont der Deutsche Lottoverband (DLV) sein Bekenntnis zur Partnerschaft mit den staatlichen Lotteriegesellschaften. Gleichzeitig wiederholt der Verband jedoch auch seine Forderung, die Lotterievermittler im Vertrieb nicht weiter gegenüber den staatlichen Lotterieveranstaltern zu benachteiligen.

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